Schweinepreise: VEZG-Preis stürzt ungebremst abwärts

Die Schweinepreise stürzen ungebremst abwärts. Heute bricht die VEZG-Notierung um 10 Cent ein.

Damit befinden sich die Preise auf dem niedrigsten Stand seit April vorigen Jahres – also bevor die durch den Export nach China getriebene Rallye begann. Die Notierung für Schlachtsauen wurde wegen des starken Preisverfalls sogar ausgesetzt.

Die VEZG kommentiert die Entwicklung folgendermaßen: „Die verhaltene Nachfrage am deutschen Schweinemarkt hat derzeit Angebotsüberhänge zur Folge. Seitens der Schlachtunternehmen wird stärkerer Preisdruck ausgeübt, welchem nicht ausgewichen werden kann“.

Die Ursachen für den massiven Preisverfall liegen weiterhin im stockenden Fleischgeschäft. Die VEZG berichtet vom Fleischmarkt: Am Fleischmarkt war die Lag in den letzten tagen nur noch als „desaströs“ zu beschreiben. Das Angebot reicht für die reduzierte Nachfrage allemal aus, sodass Verluste bei allen Artikeln zu Buche schlugen. Doch selbst zu diesen Preisen fällt der Absatz äußerst schwer.

Teilweise werden weitere Preis-Zugeständnisse gemacht, um die Ware überhaupt verkaufen zu können. Die angegebenen Spannen können somit nur als Indikation gesehen werden. Da es auch im Export relativ ruhig ist, bleibt derzeit nur die Einlagerung in Kühlhäuser. Auch diese füllen sich nach und nach, sodass für die kommende Woche weitere Schwächen prognostiziert werden müssen, schreibt die VEZG.

Schweinepreise fallen auf 1,60 Euro

Die Schweinepreise sind diese Woche weiter kräftig gefallen. Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 07. Mai bis zum 13.Mai einen Schweinepreis von 1,60 Euro je Indexpunkt. Das ist der niedrigste Preis seit April vorigen Jahres. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit um weitere 10 Cent abgestürzt. Eine Preisspanne gab es auch diesmal nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine lag bei 228.700 Stück und war damit gut 10 Prozent größer als in der Vorwoche, als 207.400 Schweine angemeldet wurden. Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,5 kg angegeben. Das ist ein weiteres Plus von 0,2 kg zur Vorwoche.

Sauenpreise werden bis 03. Juni nicht notiert

Aufgrund der nach wie vor europaweit bestehenden Kontaktbeschränkungen stockt der Fleischabsatz auf ganzer Linie. Durch die Schließungen von Hotels, Restaurants und Kantinen sowie die Absage von Maifesten und Feierlichkeiten hat sich ein Angebotsstau ergeben. Hiervon ist der Sauenfleischabsatz massiv betroffen.

Marktbeobachter sprechen aber von einer deutlich überzogenen Preissenkung der maßgeblichen Sauenschlachter. Die von der VEZG beobachtete Marktpreisspanne ist momentan so groß, dass kein mittlerer Sauenpreis festgestellt werden kann.

Die VEZG hat daher beschlossen, die Preisempfehlung für Schlachtsauen vorübergehend bis zum Mittwoch, den 03. Juni .2020 auszusetzen.

Ferkelpreise erneut deutlich im Minus

Die Nachfrage nach Ferkeln hat sich weiter abgeschwächt. Dem steht ein mittleres Angebot gegenüber. Die Preise entwickeln sich in der laufenden Woche erneut schwächer, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) für den Zeitraum vom 04.05. bis 10.05.2020 wird mit 62 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche hat der Preis damit um weitere 5 Euro nachgegeben.

Quelle Artikel: https://www.agrarheute.com/markt/tiere/schweinepreise-vezg-preis-stuerzt-ungebremst-abwaerts-568235

Quelle Bild: https://pixabay.com/de/photos/analyse-bankwesen-makler-gesch%C3%A4ft-4937349/