Umweltauflagen, niedrige Preise und vor allem die Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) haben in China viele Schweinehalter zur Produktionsaufgabe gezwungen. 

Peking (vfz/age) – Nach offiziellen Zahlen des Pekinger Landwirtschaftsministeriums ist der Schweinebestand im Februar 2019 im Vorjahresvergleich um 16,6% kleiner ausgefallen. Noch stärker brach die Zahl der Sauen ein, nämlich um 19,1%. Gegenüber Januar wurde eine Abnahme des Gesamtbestandes um 5,4% verzeichnet, bei den Zuchtsauen um 5,0%. Experten gehen davon aus, dass die chinesische Schweinefleischerzeugung im laufenden Jahr spürbar rückläufig sein wird und sich der Einfuhrbedarf trotz nachlassender Nachfrage der heimischen Verbraucher deutlich erhöhen wird. Die Regierung versucht möglichen Versorgungsengpässen vorzubeugen und hat bereits mit einem zweiten Programm zum Aufkauf von Schweinefleisch von 50.000 Tonnen für die staatliche Reserve begonnen. Vermarkter in der EU hatten in den vergangenen Wochen bereits von einer lebhafteren Schweinefleischnachfrage aus China und mehr Kaufabschlüssen berichtet.

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In China selbst ziehen die Schlachtschweinepreise seit dem Neujahrsfest Anfang Februar ebenfalls spürbar an.

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Das USDA geht wegen des massiven Bestandsabbaus davon aus, dass die Schweinefleischeinfuhren der Volksrepublik 2019 gegenüber dem Vorjahr um rund 30% auf etwa 2 Mio. Tonnen zunehmen werden.

Quelle: vfz Vieh und Fleisch Handelszeitung / Ausgabe 13, Freiatg 29.03.2019 / Seite 5 / Artikel „Schweinebestand in China bricht ein“