Die Afrikanische Schweinepest (ASP) soll den Handel nicht behindern. Deshalb vereinbaren Kanada und die EU eine Regionalisierung bei einem ASP-Ausbruch. 

Brüssel (vfz/age) – Um den Handel mit Schweinefleisch nach einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) weiter zu ermöglichen, haben die kanadische Lebensmittelinspektionsbehörde (CFIA) und die Generaldirketion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (DG SANTE) der Europäischen Kommission Anfang Juli einem Regionalisierungsmodell zugestimmt.
Wie eine Sprecherin der DG SANTE bestätigte, ist dies im Rahmen der Einführung von sanitären und phytosanitären Bestimmungen des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada (CETA) erfolgt. Die Einrichtung von Infektionszonen ist laut CFIA ein international anerkanntes Instrument zur Bekämpfung von Tierseuchen und zur Erleichterung des internationalen Handels. Wenn ein positiver Fall von ASP in einem Gebiet bestätigt wird, werden für dieses geografische Grenzen gemäß den Grundsätzen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) definiert. Aus diesem Gebiet darf kein Schweinefleisch exportiert werden; Gebiete außerhalb dieser Zone gelten hingegen als krankheitsfrei. Sollte also in dieser Region ein ASP-Fall folgen, kommt bei einer Regionalisierung nicht gleich der gesamte Handel zum Stillstand.

Quelle: vfz Handelszeitung Vieh und Fleisch | Ausgabe 29/2019 | 19.07.2019 | Seite 4