ASP-Erstausbrüche nun auch in Serbien und Myanmar. Wegen ASP beschleunigt sich in China der Abbau des Schweinebestandes.

In Serbien und Myanmar hat es erstmals Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gegeben. In Serbien gab es erste Verdachtsmomente bereits Ende Juli. Am 11.8. hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) offiziell die Ausbrüche bestätigt. Nach dem Bekanntwerden der ASP-Ausbrüche verfügte der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) ein Einfuhrverbot für lebende Schweine und Schweineprodukte aus Serbien. Auch die Durchfuhr von Schweinen aus Serbien durch Russland wurde untersagt. Die OIE meldete am vergangenen Mittwoch zudem den ersten ASP-Nachweis für Myanmar. Betroffen war eine Haltung mit 65 Schweinen nahe der Grenze zu China. Myanmar ist nach Vietnam, Kambodscha und Laos das vierte Land in Südostasien, in dem das Virus nachgewiesen wurde. Mit China, Der Mongolei, Nordkorea und Russland sind vier weitere Staaten in der Region Asien von der Tierseuche betroffen.

Die Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) lassen den chinesischen Schweinebestand immer stärker sinken. Wie das Pekinger Landwirtschaftsministerium am vergangenen Freitag mitteilte, hat sich die Schweinepopulation im Juli gegenüber dem Vormonat um 9,4% verringert. Im Vergleich zum Juli 2018 hat die Tierzahl laut der amtlichen Stichprobenerhebung um 32,2,% abgenommen. Bei den Sauen wurde binnen Jahresfrist ein Bestandseinbruch um 31,9% festgestellt. […] Einige Marktanalysten schätzen den tatsächlichen Bestandsrückgang sogar noch höher ein, von einem Minus bis zu 50% ist die Rede. […] Die deutliche Angebotsverknappung am Lebendmarkt treibt unterdessen die Schlachtschweinepreise in immer neue Höhen. Der durchschnittliche nationale Preis lag am vergangenen Freitag – bezogen auf Kilogramm Lebendgewicht – bei 2,86€ und damit bereits höher als die bisherigen Rekordpreise im Juni 2016.

Quelle: vfz Vieh und Fleisch Handelszeitung | Ausgabe 34 | Freitag, 23.08.2019 | Artikel „ASP-Erstausbrüche“, S. 2; „Immer weniger Schweine“, S. 5